Hauptnavigation

Respekt und Anerkennung für Einsatzkräfte – nicht nur am Florianstag

Respekt und Anerkennung für Einsatzkräfte – nicht nur am Florianstag

Im Rahmen einer Festveranstaltung im Thüringer Landtag haben der Thüringer Landesfeuerwehrverband, der ASB-Landesverband Thüringen, der DRK-Landesverband Thüringen, die DLRG Thüringen und der THW-Landesverband Sachsen, Thüringen gemeinsam mit Thüringer Politikern das Ehrenamt der ehrenamtlichen Einsatzkräfte gewürdigt. Schirmherr des Helfertages ist Landtagspräsident Christian Carius.

„Vielen  Thüringerinnen  und Thüringer ist leider nicht bewusst, dass ein Großteil der Einsatzkräfte im Freistaat ihre Arbeit ehrenamtlich verrichtet“, sagt Lars Oschmann, Vorsitzender des Thüringer Feuerwehr‐Verbandes. „Mit diesem Tag möchten wir das ändern und diese Gelegenheit dazu nutzen, um auf die Besonderheiten des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz aufmerksam zu machen, aber auch auf Probleme hinzuweisen.“    

Immer häufiger werden die Helferinnen und Helfer bei ihrer Arbeit behindert, teils respektlos behandelt oder sogar angegriffen. „In Thüringen gehört die Gewalt gegenüber unseren Einsatzkräften zwar glücklicherweise noch nicht zum Alltag, aber die Vorboten sind nicht zu übersehen“, mahnt Birgit Pelke, Vorsitzende des ASB‐Landesverbandes Thüringen und Mitglied des Thüringer Landtags. „Diesen Entwicklungen müssen wir verstärkt präventiv entgegenwirken. Eine Strafrechtsverschärfung reicht hier allein nicht aus.“ Das Erreichen der Einsatzstellen stellt die Einsatzkräfte zunehmend vor besondere Herausforderungen. „Zwar gibt es verschiedene Aufklärungskampagnen zur Bildung einer Rettungsgasse und eine neue Regelverschärfung dazu, jedoch behindern immer noch Autofahrer den Weg unserer Einsatzfahrzeuge zu den Unfallstellen“, kritisiert der THW‐Landessprecher für Thüringen, Michael Richter. „Um in Notfallsituationen lebensrettende Sofortmaßnahmen unverzüglich einleiten zu können, ist auch bei Staubildung ein schnelles Vordringen der Rettungsfahrzeuge bis zum Ereignisort zwingend erforderlich“, erklärt Henning Winkler vom DRK‐Landesverband Thüringen. Winkler berichtet weiter: „Immer häufiger geraten die Rettungskräfte in Situationen, in denen andere Verkehrsteilnehmer kein Verständnis zeigen und Einsatzkräfte durch ihr verkehrswidriges Verhalten behindern. Selbst die direkte Konfrontation mit Reanimationsmaßnahmen an Verletzten verhindert derartiges Verhalten nicht immer."

"Alle Einsatzkräfte verrichten ihren Dienst aus Überzeugung und dem festen Willen heraus, anderen Menschen in Not zu helfen“, begründet Harry Sloksnat, Präsident des DLRG‐Landesverbandes Thüringen, das Engagement der mehreren zehntausend ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer im Freistaat. „Wir wünschen uns von den Thüringer Bürgerinnen und Bürgern Respekt und Anerkennung für unsere Arbeit. Das ist der beste Lohn für unsere Einsatzkräfte.“

Im Mittelpunkt der Festveranstaltung standen die Leistungen der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. Innenminister Georg Maier und der Vorsitzende des Thüringer Feuerwehrverbandes Lars Oschmann würdigten das herausragende Engagement der Männer und Frauen. „Ehrenamtliches Engagement ist der Kit unserer Gesellschaft“, so Minister Maier, der auch im Land Thüringen dafür Sorge tragen möchte, die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt zu verbessern. Der Minister Maier zeichnete als Dank für die erbrachten Leistungen im Katastrophenschutz Vertreter und Vertreterinnen der Hilfsorganisationen aus. Gemeinsam mit dem Landespolitiker und dem Landtagspräsidenten ehrte der stellvertretende Landesbeauftragte Dr. Marcus von Salisch die THW-Helfer Mathias Kilian, Florian Klimke und Sebastian Zander. In der Laudatio, die Michael Richter, Landessprecher für Thüringen vortrug, heißt es: Mathias Kilian, Florian Klimke und Sebastian Zander sind seit vielen Jahren im Technischen Hilfswerk engagiert. Ihre Einsatzbereitschaft geht über das normale Maß weit hinaus und ist uns Anlass, dieses Engagement am heutigen Tag mit der THW-Ehrenplakette zu würdigen. Motivation, Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft, Kompetenz und Verlässlichkeit sind Eigenschaften, die alle drei THW-Kameraden prägen und charakterisieren. Alle drei setzen diese Fähigkeiten gewinnbringend zum Wohle ihres THW ein. Und sie sind nicht nur selbst mit großer Begeisterung THWler, sondern können ihre Begeisterung, ihr Wissen und ihr Interesse auch an Andere vermitteln.  

Mathias Kilian ist seit 13 Jahren im Ortsverband Gotha aktiv. Nach seiner Grundausbildung war er Jugendbetreuer, heute ist er als Zugführer tätig. Aber immer noch unterstützt er die Jugend, die Zukunft unserer Organisation, neben seiner regulären Aufgabe. Kamerad Kilian beeindruckt durch sein fachliches Können, seine stete Einsatzbereitschaft und seine hervorragenden Führungskompetenzen.  

Florian Klimke begann als Jugendlicher seine THW-Zeit. Im Ortsverband Apolda unterstützt er daher noch heute aktiv die Jugendarbeit. Seine eigentliche Aufgabe im THW ist die eines Truppführers der ersten Bergungsgruppe. Im Alter von nur 23 Jahren führt er diese Funktion mit großer Verantwortung aus. Kamerad Klimke gehört eher zu denjenigen, die ihre übernommene Aufgabe im Stillen erledigen, die immer zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden. Damit hat er sich zu einer großen Stütze seines Ortsverbandes entwickelt.  

Sebastian Zander vom Ortsverband Erfurt  ist 2007 dem Technischen Hilfswerk beigetreten und hat nun das Amt des Schirrmeisters inne. Eine Aufgabe, von der wir alle wissen, wie wichtig sie für unsere Einsätze ist. Fahrzeugreparaturen, Instandsetzungen von Geräten und vieles mehr werden von ihm optimal organisiert und durchgeführt. Weiterhin hat sich Kamerad Zander zum Ausbilder und Bediener Motorkettensäge qualifiziert und steht hier bei Ausbildungsmaßnahmen zur Verfügung. 

Die Kameraden Kilian, Klimke und Zander werden in ihren Ortsverbänden wegen ihren fachlich fundierten Kenntnissen und ihrer kameradschaftlichen Art geschätzt und respektiert. Ihr unermüdlicher Einsatz für das THW und die Sicherstellung der Einsatzbereitschaft ihrer Ortsverbände verdient unser aller Respekt und Anerkennung. Vielen Dank für euer Engagement und eure Leistungen!“ 

Landtagspräsident Christian Carius lud im Anschluss an den Festakt zu einem Erfahrungsaustausch in die Lobby des Plenarsaals ein. Gewalt geht gar nicht, so waren sich alle einig. „Ein Angriff auf unsere Einsatzkräfte ist ein Angriff auf unsere Demokratie“, so Carius. Auch die Etablierung des Themas Ehrenamt, Engagement im Katastrophenschutz war Gegenstand der Gespräche. Lars Oschmann forderte die Aufnahme in die schulischen Lehrpläne, denn die Botschaft soll bei allen ankommen: „Cool ist nicht der, der die Einsatzkräfte am Unfallort filmt und online stellt, sondern cool ist der, der das Handy weglegt und mit anpackt!“

THW
  • Respekt und Anerkennung für Einsatzkräfte – nicht nur am Florianstag (Bild anzeigen)

  • Respekt und Anerkennung für Einsatzkräfte – nicht nur am Florianstag (Bild anzeigen)

  • Respekt und Anerkennung für Einsatzkräfte – nicht nur am Florianstag (Bild anzeigen)

  • Respekt und Anerkennung für Einsatzkräfte – nicht nur am Florianstag (Bild anzeigen)

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

Zusatzinformationen

Mehr zum Thema

Mehr zur Region

Archiv

Hier können sie nach Meldungen suchen.

Archivsuche

Navigation und Service