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Thüringens Ministerpräsident informiert sich beim THW

Das Technische Hilfswerk in Thüringen ist eine Station, auf der der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow auf seiner diesjährigen Sommertour #Zukunft Thüringen Halt macht. Am Donnerstag  hat er sich an der Bleilochtalsperre in Saalburg-Ebersdorf über Aufgaben und Ausstattung der Katastrophenschutzorganisation des Bundes informiert.

Ehrenamtliches Engagement gehört zu den Fakten, die das Bundesland, so Ramelow in der Grundsatzbeschreibung seiner Sommertour, zukunftsfest machen. Aus diesem Grund stand der Besuch beim THW mit auf der Agenda des Landesvaters. Und die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Ortsverbände Apolda und Eisenach nutzen diese Möglichkeit und präsentierten Ministerpräsident Ramelow THW-spezifische Einsatzkompetenzen und Fachtechnik. Bei einer Ausbildungsmaßnahme an der Bleilochtalsperre standen die beiden Fachgruppen Wassergefahren und Wasserschaden/Pumpen im Mittelpunkt der Präsentation.

Manuel Almanzor, Landesbeauftragter für Sachsen, Thüringen, gab zu Beginn kurz einen Überblick über Struktur und Einheiten des THW in Thüringen und erläuterte auch den aktuell an jenem Morgen abgeschlossenen zweitägigen Einsatz zur Bekämpfung der Unwetterfolgen im Raum Heiligenstadt. Ramelow ergänzte, dass er angesichts der klimatischen Veränderungen nicht nur die Kräfte des Bevölkerungsschutzes wie THW und Feuerwehr, sondern auch die für Bebauung, Landschaftspflege und Wasserwirtschaft verantwortlichen Behörden herausgefordert sieht, denn Hochwasser- und Katastrophenprävention fange  schon bei der Art der Bebauung und der Versorgungsnetze an.

Während der Fahrt mit den Mehrzweckarbeitsbooten und bei dem Kurzvortrag an der 15.000-Liter-Pumpe informierte sich Ramelow im Gespräch mit dem Landesbeauftragten über die aktuelle Situation des THW in Thüringen. Er zeigte sich sehr interessiert, u. a.  zu den Fragen der Jugendarbeit und Helferwerbung und sagte seine persönliche Unterstützung für ein mögliches THW-Bundesjugendlager 2019 in Rudolstadt zu.

In seinem Abschluss-Statement betonte der Ministerpräsident, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement im Bevölkerungsschutz für den Freistaat Thüringen und seine Bürgerinnen und Bürger ist. „Ein dickes Dankeschön für dieses unermüdliche Engagement für unsere Bevölkerung!“, lobte Ramelow. Er bedankte sich für den interessanten Einblick in die Arbeit des THW und überreichte zur Erinnerung ein kleines Präsent seines Hauses. Den Dankesworten gegenüber dem Ehrenamt schlossen sich u.a. der Landtagsabgeordnete Ralf Kalich und Landrat Thomas Fügmann an. Sie hatten ebenso wie weitere Vertreter des Landkreises und der Gemeinde an dem Informationsgespräch teilgenommen.

Die THW-Ortsverbände Apolda und Eisenach sind in die örtliche Gefahrenabwehr des Freistaates Thüringen eingebunden und eine wichtige Säule des Gefahrenabwehrpotentials des Landesverbandes Sachsen, Thüringen. Einsätze und technische Hilfeleistungen in der Region wie etwa nach den Starkregen im Saale-Holzlandkreis und den Abstützarbeiten nach dem Verkehrsunfall in Behringen gehören ebenso zu dem Aufgabenspektrum der Ehrenamtlichen der beiden Ortsverbände wie landesverbandsweite Einsätze wie beispielsweise die Unterstützung der Hilfsmaßnahmen im Rahmen der Flüchtlingshilfe. Neben der täglichen Gefahrenabwehr engagieren sich die THW-Kräfte stark im kommunalen Bereich, wie etwa bei der Absicherung der Wartburgrallye, der Absicherung des Karnevalsumzugs in Erfurt oder bei den Thüringentagen. Hinzu kommt eine kontinuierliche Präsenz  bei Veranstaltungen wie dem Freizeit- und Medienevent Kinder-Kult und dem Eisenacher Sommergewinn.

Die Fachgruppe Wassergefahren rettet  Menschen, Tiere und birgt Sachwerte bei Wassergefahren. Sie transportiert Lasten verschiedener Art für den Einsatzbedarf bzw. bei Evakuierungen und unterstützt z.B. bei Hochwasser bei der Versorgung der Bevölkerung. Für diese Aufgaben betreibt sie Mehrzweck-Wasserfahrzeuge, baut schwimmende Arbeitsplattformen und Anleger für Arbeiten an und auf dem Wasser. In Thüringen gibt es eine Fachgruppe Wassergefahren im Ortsverband Apolda.

Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen führt zur Behebung und Eindämmung von Gefahren bei Überflutungen und Überschwemmungen größeren Ausmaßes Pumparbeiten durch, beseitigt Schmutz- und Abwasser und bekämpft schädigend eindringendes Wasser (z.B. in Keller oder Verkehrsanlagen). Sie unterstützt weiterhin bei der Bekämpfung von Gefahren durch schadhafte Wasserver- und Entsorgungssysteme und führt notwendige Maßnahmen an Wasser- und Abwasserleitungen durch. Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen gibt es insgesamt drei Mal in Thüringen – in den Ortsverbänden Apolda, Eisenach und Rudolstadt/Saalfeld.

  • Der Ministerpräsident steuert selbst (Bild anzeigen)

  • Ortsbeauftragter Fischer (OV Eisenach) erklärt die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen. Die Pumpe dieser Fachgruppe hat der Feistaat Thüringen an das THW übergeben. (Bild anzeigen)

  • Kurze Einführung in die Arbeit des THW (Bild anzeigen)

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