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Thüringer gewinnen Publikumspreis "Helfende Hand"

Anpacken, wo’s nötig ist: Das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz braucht Nachwuchs. Dies ist für den THW-Ortsverband Sondershausen und seine Partner im Kyffhäuserkreis inzwischen gelebter Alltag. Mit ihrem Projekt "Ausbildungstag der Hilfsorganisationen 2015 im Kyffhäuserkreis" gingen die Thüringer ins Rennen und gewannen den Publikumspreis des Förderpreises "Helfende Hand". Herzlichen Glückwunsch!

Zum ersten Mal fand die Verleihung des Förderpreises „Helfende Hand“ im neuen Berliner Dienstsitz des Bundesministeriums des Innern statt. Dr. Thomas de Maizière zeichnete 15 Projekte in drei Kategorien aus. Zuvor hatten sich über 200 Projekte beworben. Beim Publikumspreis stimmten über 10.000 Teilnehmer für ihren Favoriten ab.

Heutzutage ist es immer schwieriger Kinder und Jugendliche für die wichtige ehrenamtliche Arbeit zu begeistern. Deshalb haben sich das JRK, die Jugendfeuerwehren des Kyffhäuserkreises und das THW zusammengeschlossen und den „Gemeinsamen Ausbildungstag der Hilfsorganisationen in Sondershausen" veranstaltet. Über 200 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren konnten an verschiedensten Stationen die vielfältigen Aufgaben und spannenden Tätigkeiten der beteiligten Hilfsorganisationen kennenlernen. Die Teilnehmer erlebten einen anspruchsvollen Ausbildungstag, mit einer besonderen Wertschätzung für Ihr Hobby.  Hier bewährte sich die jahrelange Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen im Erwachsenenbereich bei der Planung und Durchführung des Ausbildungstages mit über 100 Helfern und Helferinnen. Dieser Tag bewies einmal mehr, egal wo ehrenamtliches Engagement stattfindet, wichtig ist, es findet statt!

Warum gibt es den Förderpreis „Helfende Hand“?

Menschen können sich nicht vor allen Katastrophen selbst schützen oder sich aus allen Notlagen selbst befreien. Darum benötigen Sie Hilfe, Rettung und Unterstützung, beispielsweise bei Unglücksfällen und Naturkatastrophen. Dieser Schutz der Bevölkerung und die Hilfe im Katastrophenfall ist in unserem Land bundesweit 24 Stunden, 7 Tage pro Woche flächendeckend gewährleistet. Die dafür nötige personelle Voraussetzung sind über 1,7 Millionen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Sie sind die Basis einer Sicherheitsarchitektur, die sich täglich bewährt – von der freiwilligen Feuerwehr oder dem Rettungsdienst, die bei örtlichen Unglücken ausrücken, bis hin zur Hilfe bei  Naturkatastrophen großen Ausmaßes, überall helfen Frauen und Männer ehrenamtlich aber hochprofessionell bei der Bewältigung mit. Nur in Großstädten gibt es hauptberufliche Retter, beispielsweise die Frauen und Männer der Berufsfeuerwehr. Darum übernehmen die Ehrenamtlichen 90 Prozent aller Einsätze. Ohne die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Mitarbeit in den Organisationen des Bevölkerungsschutzes und der Katastrophenhilfe wäre die Einsatzfähigkeit dieser Einheiten in Gefahr. Zusätzlich verkleinert der demographische Wandel den Pool, aus dem die Hilfsorganisationen Nachwuchs schöpfen können. Darum möchte das Bundesministerium des Innern zum einen die Organisationen bei der Gewinnung neuer Mitglieder unterstützen und die Bereitschaft zum ehrenamtlichen Einsatz für den Schutz der Bevölkerung fördern. Zum anderen dient der Förderpreis dazu, das freiwillige Engagement der Helferinnen sichtbar zu machen, von staatlicher Seite Danke zu sagen und dieses Engagement öffentlich anzuerkennen und zu wertschätzen.

Was ist die „Helfende Hand“?

Die „Helfende Hand“ ist ein Förderpreis, den das Bundesinnenministerium jährlich vergibt. Unter dem Titel „Helfende Hand – Preis des Bundesministeriums des Innern zur Förderung des Ehrenamtes im Bevölkerungsschutz“ zeichnet der Bundesinnenminister Ideen und Konzepte aus, die das Interesse der Menschen für das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz wecken. Zudem ehrt das Ministerium Unternehmen, Einrichtungen und Personen, die den ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbildlich begleiten bzw. Unterstützer/-innen, die den Bevölkerungsschutz in besonderer Weise fördern. Die Auszeichnung wird seit 2009 jährlich verliehen.

Was bedeutet die „Helfende Hand“?

Die Auszeichnung symbolisiert die dankend gereichte Hand derjenigen, die sich auf die Hilfe der Freiwilligen im Bevölkerungsschutz verlassen können. Gleichzeitig steht die Hand für Zusammenarbeit und gemeinsames Vorgehen. Helferinnen und Helfer packen an, Unter-nehmen unterstützen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und schaffen so die Basis für mehr Engagement in Deutschland. Dabei ist Ehrenamt keine heldenhafte, lebensfremde Tat, sondern etwas, das jeder selbst in seinem Alltag tun und erfahren kann.

Mehr zum Förderpreis "Helfende Hand" unter  http://www.helfende-hand-foerderpreis.de

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