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Behelfspumpwerk dank THW

Im Leipziger Osten sind am Wochenende planmäßige Instandsetzungsarbeiten an einer wichtigen Trinkwasserader durchgeführt worden. Die Folge war ein Einsatz für die Spezialisten der THW-Fachgruppe Trinkwasserversorgung.

Die Stahlleitung in der Abgabestation wies Korrosionsschäden auf und musste aus Gründen der Versorgungssicherheit erneuert werden. Die THW-Einheiten kamen zur Unterstützung bei der Aufrechterhaltung der Wasserversorgung zum Einsatz. Um den Wasserdruck aufrecht zu erhalten, errichtete das THW ein Behelfspumpwerk mit vier Produktwasserpumpen.

Auch wenn die eigentliche Schadstelle relativ kurz war, musste ein elf Kilometer langer Abschnitt außer Betrieb genommen und teilweise entleert werden. Für die Entleerung der rund 2.600 Kubikmeter Wasser – in etwas 22.000 Badewannenfüllungen – konnte ein vorhandenes Grabensystem genutzt werden.

Das Wasser der reparierten Leitung dient vorrangig der Versorgung des gesamten Leipziger Südraumes bis hin nach Borna, Zeitz und Altenburg. Der Einsatz der THW-Fachgruppen Trinkwasserversorgung hat dafür gesorgt, dass während der Arbeiten die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung aufrechterhalten werden konnte. Der THW-Ortsverband Zwickau wurde beauftragt, dieses Behelfspumpwerk aufzubauen und zu betreiben. Die weiteren Produktwasserpumpen wurden aus dem Bundesgebiet zusammengezogen, und war aus den Ortsverbänden Göttingen, Rotenburg a.d. Fuldau und Berlin-Spandau. Die Fachgruppe Elektroversorgung des Ortsverbandes Altenburg erhielt den Auftrag, die Elektroversorgung der eingesetzten Pumpen sicherzustellen.

Am vergangenen Montag fand ein Probebetrieb statt, der die letzten Feinheiten und Abstimmungen klärte. So konnte am Wochenende der Realbetrieb problemlos durchgeführt werden, und zwar von Samstag, 19 Uhr, bis Sonntag, 19 Uhr.

Unser Fachgruppen Trinkwasserversorgung und Elektroversorgung:

Die Fachgruppe Trinkwasserversorgung verfügt über eine Wasseraufbereitungsanlage mit einer Leistung von bis zu 15 m3 Trinkwasser pro Stunde. Die Qualität des Trinkwassers wird in mobilen Labors für Wasseranalysen geprüft. Neben Herstellung, Transport und Förderung zählt auch die Verteilung von Trinkwasser zu den Aufgaben dieser Fachgruppe. Ihre Spezialisten können Trinkwassernetze und -förderstrecken instand setzen oder errichten. Neben Maschinist und Schweißer zählt auch ein Trinkwasserlaborant, der die Wassergüte beurteilen kann und im Bereich der Hygienevorschriften besonders geschult ist, zu dieser Fachgruppe.
Die Geräteausstattung der Fachgruppe Trinkwasserversorgung umfasst neben der Trinkwasser-Aufbereitungsanlage insbesondere Pumpensätze für Roh- und Trinkwasser, eine Wasserinstallationsausstattung, Messgeräte zur Durchflussmessung und Wasseranalyse (Wasserlabor) sowie Leitungsmaterial, PE-Rohrschweißgerät, Wassertransport- und -lagerbehälter (z.B. Falttanks).

Die Fachgruppe Elektroversorgung ist das mobile Elektrizitätswerk des THW. Die Fachgruppe Elektroversorgung verfügt über Netzersatzanlagen mit einer durchschnittlichen Leistung von 200 kVA. Die Aggregate sind schallgedämpft und können auch für parallele Einspeisungen benutzt werden. Mit mehreren, parallel angeschlossenen Aggregaten kann das THW auch einen Ortsteil vorübergehend mit Strom versorgen.

  • Behelfspumpwerk mit vier THW-Produktwasserpumpem aus dem ganzen Bundesgebiet (Bild anzeigen)

  • Sicherstellung der eingesetzten Pumpen durch die Fachgruppe Elektroversorgung (Bild anzeigen)

  • Behelfspumpwerk mit vier THW-Produktwasserpumpem aus dem ganzen Bundesgebiet (Bild anzeigen)

Alle vom THW zur Verfügung gestellten Bilder sind honorarfrei und dürfen unter Angabe der Quelle "THW" für die Berichterstattung über das THW und das Thema Bevölkerungsschutz verwendet werden. Alle Rechte am Bild liegen beim THW. Anders gekennzeichnete Bilder fallen nicht unter diese Regelung.

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