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Vor 15 Jahren: Die Elbeflut 2002

Während aktuell an manchen Orten noch immer gegen die Wassermassen gekämpft wird, jährt sich zum 15. Mal die Elbeflut von 2002. Damals waren etwa 24.000 THW-Kräfte sechs Wochen lang ununterbrochen im Einsatz.

Die Einsatzkräfte pumpten Wasser ab, evakuierten Menschen, stützen Gebäude ab und verbauten Millionen von Sandsäcken. Es war der bis dato größte Einsatz in der Geschichte des THW. Besonders betroffen war das Gebiet des Landesverbandes Sachsen, Thüringen. Obwohl das Hochwasser angekündigt war, überraschte diese gewaltige Flut doch viele Menschen. Die Elbe und ihre Nebenflüsse nahmen bislang kaum gekannte Ausmaße an. Besonders dramatisch war die Situation im mittleren und östlichen Erzgebirge sowie im Müglitztal. In Grimma etwa flutete die Mulde die Innenstadt mit einem Pegelanstieg von bis zu 50 cm pro Stunde. "Das Elbehochwasser 2002 war eine enorme Leistung des jüngsten Landesverbandes. 12.000 THWler waren am Spitzentag im Einsatz. Die gute Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen und den Bürgern war für mich auch ein Zeichen der ´geistigen´ Wiedervereinigung", so Dirk Hubertus Bosse, der damalige Landesbeauftragte für Sachsen, Thüringen.

Die Katastrophe hatte schwere Folgen: 662 von 668 THW-Ortsverbände waren eingesetzt – über einen Zeitraum von sechs Wochen. Die Helferinnen und Helfer gaben nicht nur an den Pumpen ihr Bestes: Sie verbauten 33 Millionen Sandsäcke, beschützten Städte und historische Gebäude vor den Wassermassen und evakuierten mit anderen Hilfsorganisationen mehr als 100.000 Menschen. Darüber hinaus mobilisierte das THW 600 Lastwagen und 150 Tieflader. Insgesamt befanden sich 3.000 Fahrzeuge sowie 250 Pontons und 300 Boote des THW im Einsatz. Die Ehrenamtlichen bauten auch Behelfsbrückenwaren auf und waren maßgebend an den anschließenden Aufräumarbeiten beteiligt. In einigen Gebieten setzten sie Trinkwasseraufbereitungsanlagen ein, um die Bevölkerung mit sauberem Wasser zu versorgen.

So nahm die Katastrophe ihren Lauf

Mit orkanartigen Windböen in Berlin begann die Katastrophe 2002, Anfang August hieß es dann Land unter in Bayern und Baden-Württemberg. Binnen kurzer Zeit traten die Flüsse über die Ufer, Straßen und Gebäude in Ufernähe standen schnell komplett unter Wasser. In Bayern waren THW-Kräfte aus dem ganzen Bundesgebiet im Einsatz, um gegen die Wassermassen anzukämpfen.

Später schwappte die Flutwelle auf der Elbe und ihren Nebenflüssen weiter Richtung Sachsen. Während die Elbe in Tschechien bereits über die Ufer getreten und in Prag die berühmte Karlsbrücke von den Fluten bedroht war, bereitete man sich flussabwärts in Sachsen auf die Flutwelle vor. Helferinnen und Helfer verstärkten in Zusammenarbeit mit weiteren Kräften anderer Organisationen Deiche, Anwohner verbarrikadierten ihre Häuser. Als die Flut Sachsen erreichte, waren viele Menschen trotz aller Vorwarnungen von den Wassermassen überrascht und saßen in ihren Wohnungen fest; THW-Kräfte evakuierten sie mit Baumaschinen, Booten und Amphibienfahrzeugen.

Eine komplette Chronik der Einsätze von 2002 können Sie hier nachlesen:
Flutkatastrophe 2002: Wasser, soweit das Auge reicht

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