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Neue Ideen für den Jugenddienst

Der Jugenddienst beim THW setzt bisher vor allem auf Technikausbildung und Freizeitgestaltung. Jetzt soll eine weitere Komponente hinzukommen: die Stärkung sozialer und interkultureller Kompetenzen.

Alle zwei Wochen trifft sich der THW-Nachwuchs zum Jugenddienst in den Ortsverbänden. Dann lernen die 10- bis 17-Jährigen die technischen Grundlagen der THW-Arbeit kennen und verbringen gemeinsam ihre Freizeit bei Sport, Spiel und Ausflügen. Betreut und angeleitet werden sie dabei von ehrenamtlichen Jugenddienstbetreuern, die sich für jeden Dienst etwas Neues einfallen lassen. Eine echte Herausforderung – denn Jugendliche in diesem Alter sind eine anspruchsvolle Zielgruppe. Wenn Langeweile oder zu viel Theorie ins Spiel kommen, schalten sie schnell ab. Auch die Zusammensetzung der Jugendgruppen spielt eine Rolle, wenn es um den Erfolg der Jugendarbeit geht. Durch die große Alterspanne entstehen oft heterogene Gruppen, in denen viele verschiedene Interessen aufeinandertreffen. Diesen gerecht zu werden, ist nicht immer einfach.

Neue Schwerpunkte: Kooperation und Kommunikation

Trotzdem ist der Jugenddienst beliebt und für viele eine echte Abwechslung zum sonstigen Alltag. Die Themen, die hier eine Rolle spielen, sind für junge Menschen ein guter Einblick in die Welt der Erwachsenen. Denn letztlich geht es immer darum, gemeinsam Lösungen zu finden um zusammen ein Ziel erreichen. Am Ende soll die Erkenntnis stehen: Um anderen helfen zu können, müssen wir ein starkes Team sein. Nicht nur praktisch, sondern auch menschlich. Um das zu erreichen, setzt das THW in seiner Jugendarbeit zwei neue Schwerpunkte: Kooperation und Kommunikation.

Dass mit diesen Fähigkeiten jedes Team gewinnt, zeigt der Praxistest. Das THW Sachsen, Thüringen erprobt bereits seit einiger Zeit in verschiedenen Ortsverbänden, wie sich die Nachwuchsarbeit offener und damit anregender gestalten lässt. Offen im Sinne von: neue Themen, andere Methoden, mehr Vielfalt, mit Weitblick. Im gemeinsamen Modellprojekt „Tolerant – Hilfsbereit – Weltoffen“ der THW-Jugend Sachsen e.V. mit der Courage-Werkstatt für Demokratische Bildungsarbeit e.V. ist dazu ein Konzept entstanden, das die fachtechnischen Themen des THW mit interkultureller Bildung verknüpft: der „Jugenddienst mal anders“.

Spaß und Teamwork im Vordergrund

„Unser Ziel mit diesem Projekt ist es, den Jugenddiensten künftig eine weitere Komponente hinzuzufügen. Wir wollen technische Praxis und Freizeit-Abenteuer um einen sozialen Lerneffekt erweitern, aber ohne Zeigefinder“, erklärt Marlene Schultz, Bildungsreferentin des Projekts. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie ein Handbuch mit Spielen, Übungen und andere Aktivitäten für Jugenddienste entwickelt. Damit sollen die Junghelfer lernen, einander respektvoll, offen und hilfsbereit zu begegnen.

Die Angebote haben immer einen THW-Bezug, sind unterhaltsam und lassen sich meist ohne größeren Aufwand in den Jugenddienst integrieren – zum Beispiel in Form einer Funkrallye. Mal geht es darum, ein rohes Ei so zu sichern, dass es einen Sturz übersteht, mal um das gemeinsame Entknoten eines Seils, ohne dieses loszulassen. Im Vordergrund stehen Spaß und Teamwork. Im Nebeneffekt werden wichtige Fähigkeiten trainiert: Kommunikation, Vorurteile erkennen, offenes Feedback geben, Bedürfnisse abwägen, Interessen aushandeln und auch einmal im Sinne der Gruppe zurückstellen. „Die Praxis zeigt: Der Lerneffekt stellt sich meist von selbst ein“, sagt Marlene Schultz. „Wir ermutigen die Jugenddienstbetreuer, jede Übung kurz auszuwerten. Dabei zeigen sich oft verblüffende Erkenntnisse bei den Junghelfern.“

Methodenhandbuch bald erhältlich

Noch im April geht das Methodenhandbuch in den Druck und wird dann im Mai zum Landesjugendlager in Görlitz an alle Ortsjugendbeauftragten verteilt. Im Herbst wird es zusätzlich noch eine Schulung geben, die alle Jugenddienstbetreuer mit der Umsetzung der Methoden vertraut macht. Und auch das Team der Courage-Werkstatt um Marlene Schultz steht am Anfang noch bereit, um die Ortsverbände in der praktischen Umsetzung zu unterstützen.

Kontakt:

Marlene Schultz

Bildungsreferentin im Projekt "Tolerant - Hilfsbereit - Weltoffen"

Courage – Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V.

Netzwerk für Demokratie und Courage in Sachsen

E-Mail:marlene.schultz@netzwerk-courage.de

Telefon: +49 1577 44  77 103

Hannes Keil

Projektkoordinator im Projekt "Tolerant - Hilfsbereit - Weltoffen"

Courage – Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V.

c/o Technisches Hilfswerk Landesverband Sachsen, Thüringen

E-Mail: hannes.keil@netzwerk-courage.de

Telefon: +49 1577 44 75 414

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