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Grenzüberschreitende Einsatznachsorge

Seit vielen Jahren arbeiten das Tschechische Feuerwehr-Rettungscorps (HZS) und das THW im Rahmen des Anrainerstaatenkonzeptes eng zusammen.  Verschiedene Aufgabenbereiche wurden bereits in Angriff genommen.

Für dieses Jahr stand neben der gemeinsamen Motorkettensägenausbildung  auch das Thema Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) auf dem Programm. Nach einem vorbereitenden Workshop bei den HZS-Kameraden in Karlovy Vary im September fand jetzt in der Generaldirektion des HZS in Prag ein weiterer gemeinsamer Workshop statt. Der psychologische Dienst des HZS, bestehend aus Vertretern der Generaldirektion und aus den verschiedenen Bezirken Tschechiens, war Ausrichter dieser Tagung. Das THW wurde durch Antje Spillner (Leiterin des ENT des THW Landesverbands Sachsen, Thüringen),  Marion Glaser (Peer) und zwei Mitarbeitern der Dienststelle des THW-Landesbeauftragten für Sachsen, Thüringen, vertreten.

Nach der Vorstellung der Systeme der Psychosozialen Notfallversorgung Tschechiens und Deutschlands wurden Erfahrungen aus der Praxis ausgetauscht. Dabei konnten Schwächen und Stärken sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Systeme herausgearbeitet werden. Während das tschechische System zentral und einheitlich aufgebaut ist und die Einsatzkräfte wie auch die von Unglücksfällen Betroffenen berücksichtigt, ist die deutsche Systematik dezentraler aufgebaut; es trennt teilweise die Personengruppen der von einem Unglücksfall Betroffenen und die Personengruppe der Einsatzkräfte voneinander.

Da das THW mit dem ENT ausschließlich für THW-eigene Zwecke zum Einsatz kommt, sich allerdings  zwangsläufig auch Schnittstellen zu Einsatzkräften anderer Organisationen und auch von Unglücksfällen Betroffener Personen ergeben, konnten wertvolle Tipps und Informationen ausgetauscht und gemeinsame Schnittmengen festgestellt werden. Durchgeführte Einsätze wurden erläutert und analysiert sowie die daraus gesammelten Erfahrungen dargestellt; ebenfalls wurden auch gemeinsame Anregungen zu Lösungen und gemeinsame Lösungsbedarfe ermittelt.  Beide Seiten können auch beim Thema PSNV viel voneinander profitieren.

Als gemeinsames Ziel konnte festgehalten werden, dass sowohl das HZS als auch das THW an einer Fortführung dieser PSNV-Zusammenarbeit ein starkes Interesse haben. Nächste Schritte wurden identifiziert, sie sollen in der Fortführung dieser fachlichen Zusammenarbeit in Angriff genommen werden. 

THW
  • Vorstellung des ENT des LV Sachsen, Thüringen (Bild anzeigen)

  • Vorstellung des diagnostischen Labors des HZS (Bild anzeigen)

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